Archiv für die Kategorie 'Pflanzen überwintern'

Pflanzen brauchen Licht, Wasser und Nährstoffe zum Wachsen und Gedeihen – soviel sollte jedem Pflanzenfreund bekannt sein.
Selbst im Winter sind diese drei Faktoren wichtig, wenn auch bei vielen Pflanzen in geringeren Mengen. Seine Pflanzen im Winter mit den richtigen Mengen an Wasser und Nährstoffen zu versorgen, ist nicht so schwierig, aber wie verhält es sich mit der ausreichenden Menge an Licht?


Tageslicht ist im Winter in unseren Breiten Mangelware. Dies wirkt sich mit der Zeit deutlich schädigend aus auf alle Pflanzen, die ursprünglich in den Tropen und Subtropen zu Hause sind sowie auch einige mediterrane Pflanzen. Das Thema Pflanzenbeleuchtung im Winter betrifft also vor allem unsere klassischen Zimmerpflanzen sowie die nicht winterharten Garten-und Kübelpflanzen in der frostfreien Überwinterung.

Zusätzliches künstliches Pflanzenlicht für Zimmerpflanzen

Selbst wenn Pflanzen direkt am Südfenster stehen, ist die Lichtausbeute für die lichthungrigen Wesen meistens zu gering. Gerade die modernen Fenstergläser filtern das Licht besonders stark. Sehr ungünstigt wirkt sich im Winter dann auch noch das Zusammenspiel von wenig Licht, sehr kurzen Tageslichtperioden (im Schnitt maximal 8 Stunden) und der warmen Raumtemperatur und trockenen Heizungsluft aus. Je wärmer ein Raum ist desto mehr Licht benötigt die Pflanze. Deswegen ist eine zusätzliche künstliche Beleuchtung zum Tageslicht eigentlich fast unerlässlich. Schlimmstenfalls muss das Licht im Dezember und Januar sogar gänzlich dürch Pflanzenlampen ersetzt werden.
Leider reicht es nicht aus, die Pflanzen mit herkömmlichen Glühbirnen zu beleuchten, denn Pflanzen nutzen für die Photosynthese nur das Licht mit Wellenlängen um 440 nm (blauer Bereich) und 660 nm (hellroter Bereich) und brauchen außerdem eine hohe Beleuchtungsstärke, die in Lux gemessen wird. Glühlampen gehören tatsächlich garnicht zu den Lampen, die für die Pflanzenbeleuchtung geeignet sind. Statt dessen gibt es spezielle Leuchtstoffröhren, die das entsprechende Lichtspektrum zustandebringen oder besondere Energiesparlampen oder für die Pflanzenzucht Natrium- und Metallhalogendampflampen. Wichtig ist, dass diese Lampen unabhängig von der Zimmerbeleuchtung zu sehen sind. Man plaziert sie so nah wie möglich über der Pflanze, um möglichst viel Licht zu nutzen. Da Natrium-und Metallhalogendampflampen sehr hohe Temperaturen entwickeln können, muß natürlich ein Mindestabstand eingehalten werden. Mit Hilfe eines Reflektors, kann das Licht noch besser auf die Pflanze ausgerichtet werden, so dass so viel Licht wie möglich für die Pflanze nutzbar gemacht wird. Außerdem wird das Licht auch angenehmer für das menschliche Auge, da es nicht den ganzen Raum grell erhellt, sondern durch den Reflektor seitlich und nach oben hin abgeschirmt wird.


Entsprechende qualitativ hochwertige, aber günstige Pflanzenlampen einzeln oder auch als Bausatz mit Reflektor und Vorschaltgerät sowie weitere Informationen zur Benutzung der Lampen, finden Sie im plamundo-Gartenshop in der Kategorie Gartenwissen: Künstliche Beleuchtung im Winter



Künstliche Pflanzenbeleuchtung für Pflanzen in der Überwinterung

Da gleiche Prinzip wie für die Zimmerpflanzen oben beschrieben, läßt sich natürlich auch für die exotischen Pflanzen in der frostfreien Überwinterung anwenden. Wer hat schon einen Wintergarten am Haus, der die optimalen Bedingungen für überwinternde Pflanzen bietet?
So werden die meisten Palmen, Oleander, Bananen, Engelstrompeten, Zitrusbäumchen, etc. doch eher in dunkle Garagen und Keller verstaut. Eigentlich ist dies auch kein Problem, doch alle Pflanzen, die im Winter eigentlich ihr Laub auch weiterhin tragen, schwächt der Lichtmangel während des langen Winters, so dass sie sehr anfällig werden für Schädlinge, die ihnen nicht selten den garaus bereiten. Überwinterungsräume, die überhaupt kein Tageslicht zulassen brauchen also eine Pflanzenbeleuchtung, die für mindestens 8 Stunden, die Pflanze mit dem nötigen Licht versorgt.
Sie werden bald schon merken, dass sich die Investition Pflanzenlicht bemerkbar macht, denn die Pflanze dankt es mit mehr Vitalität und großem Blütenreichtum im nächsten Sommer.

GartenwinterDer Frost läßt dieses Jahr zum Glück noch etwas auf sich warten.
Zeit genug also, um noch schnell die letzten Pflanzen im Garten für den Winter zu verpacken, denn die kalten Nächte werden nicht mehr lange ausbleiben und dieses Jahr gab es vereinzelt ja noch bis Ende April Eis und Schnee.

Also, wer noch nicht in die Pötte gekommen ist, hier folgt

eine Kurzanleitung, wie Sie Ihre nicht winterharten Pflanzen für den Winter präparieren:

  1. Die meisten Pflanzen, die regelmäßig geschnitten werden müssen,sollten nicht im Herbst ihren großen Rückschnitt erhalten, sondern erst im Frühjahr. Allenfalls können überlange Triebe eingekürzt werden.Gerade in den Übergangszeiten von einer Jahreszeit zur anderen kann es immer wieder Wechsel zwischen eher warmen und kalten Tagen geben, was zum Austrocknen der Triebe führen kann. Ist die Pflanze schon stark zurückgeschnitten, kann es passieren, dass im Frühjahr die Triebe stark abgestorben sind und die Pflanze noch mehr beschnitten werden muß.
  2. Als erstes die Erde um die Pflanze herum 15 bis 20cm hoch mit lockerer Erde oder Kompost anhäufeln, um den Fuß und damit bei vielen Pflanzen die Veredelungsstelle, die sich im Boden befinden sollte, zu schützen.
  3. Dann die Pflanze an sich mit schützendem, aber auf jedem Fall luftdurchlässigen Material locker umwickeln und den Zwischenraum, der zwischen Pflanze und Ummantelung entsteht zusetzlich noch mit trockenem Herbstlaub, Stroh oder auch dünnen Zweigen auffüllen. Achtung: nur wirklich trockenes und schädlingsfreies Material verwenden. Zum Umwickeln bietet sich hierfür besonders Jute als sehr geeignetes Material an, aber auch spezielle Vliese, die extra dafür im Gartenfachhandel erhältlich sind. Optisch schöner ist jedoch sicherlich die Jute. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, der kann auch Jute und Winter-Vlies miteinander kombinieren.
  4. Kletterrosen, Hochstämmchen und größere Sträucher oder Gräser sollten zum Schutz gegen Frostschäden, aber auch Vertrocknen ebenfalls mit luftduchlässigem Material umwickelt werden. Hierfür auf gar keinen Fall Folie verwenden, da diese nicht atmungsaktiv ist und sich unter ihr Staunässe bilden kann. Ersatzweise kann man die genannten Pflanzen auch schuppenartig mit Fichtenzweigen oder Kiefernreisig umwinden.