Hier in der Oberpfalz startet dieses Jahr nun auch endlich der sogenannte Vorfrühling durch. Laut phänologischem Kalender beginnt dieser mit dem Blühen von Schneeglöckchen und Hasel.
Scheint die Sonne, so merkt man schon ganz leichte Erwärmung und schaut man ganz genau hin, so entdeckt man überall die kleinen Spitzen der austreibenden Zwiebelpflanzen und Stauden.
Auch wenn Rasenflächen, Hecken, Sträucher und Staudenrabatten noch sehr winterlich aussehen, so hat man doch sofort Lust, sich auf die Gartenarbeit zu stürzen.
Leider sind die Nächte noch sehr kalt, so dass man mit den meisten anfallenden Tätigkeiten wie Schneiden, Auslichten und Beete pflegen noch etwas zurückhaltend sein sollte, aber ich habe mich sofort darauf gestürzt, die Vorkultur von Gemüse und Zierpflanzen auf der Fensterbank zu beginnen.
Was benötigt man für die Vorkultur von Blumen & Gemüse auf der Fensterbank?
Das Aussäen der neuen Pflanzen ist sehr unkompliziert und macht furchtbar viel Spaß. Sie benötigen natürlich die Samen der gewünschten Pflanzen.
Ein Tipp: Stöbern Sie doch mal bei Magic Garden Seeds.de einem Onlineshop für das besondere Saatgut. Die Samen haben nicht nur hervorragende Qualität, sondern die Auswahl ist auch sehr umfangreich. Besonders, wenn Sie auf der Suche sind nach alten Gemüsesorten und Heilpflanzen.
Desweiteren benötigt man nährstoffarme Aussaat-Erde, kleine Töpfchen und einen möglichst hellen und warmen Platz am Fenster. Die meisten Samen brauchen zwischen +18 und 22°C zum Keimen. Damit diese Temperatur möglichst konstant gewährleistet werden kann, lohnt es sich oftmals, die Töpfchen in ein beheiztes Zimmergewächshaus zu stellen. In diesem läßt sich nicht nur die Temperatur ganz einfach einstellen, sondern man kann auch eine hohe Luftfeuchtigkeit in diesem kleinen geschlossenen Raum erzeugen. Die hohe Luftfeuchtigkeit ist sehr wichtig für die gesunde Entwicklung der Keimlinge,da diese ja noch nicht besonders viel Wurzelmasse gebildet haben.
Nun benötigt man nur noch etwas Wasser zum Angießen und der Spass kann beginnen.
Aussaat von Pflanzen im Zimmergewächshaus
Befüllen Sie Ihre Töpfchen oder Ihre Topfplatte mit dem Substrat für die Aussaat. Man kann entweder spezielle Anzuchterde verwenden oder auch Steinwollblöcke und Substrat aus zerkleinerten Kokosfasern, da all diese Varianten wenige oder sogar garkeine Nährstoffe enthalten. Dieses ist so wichtig, damit die zarten Jungpflanzen sich langsam und in Ruhe zu kräftigen und gesunden Pflanzen entwickeln können anstatt schnell in die Höhe zu schießen und dann umzuknicken, weil der Spross zu dünn und schwach ist für das Gewicht.
Die Pflanzgefäße je nach Größe so befüllen, dass ca. 0,5-1 cm Abstand zum Topfrand frei bleibt. Die Erde gut andrücken und schon vor dem Auslegen der Samen kräftig wässern.
Nun können die Samen auf die gewässerte und angedrückte Erdoberfläche in den Töpfen gestreut werden. Die meisten Samen werden anschließend mit etwas Erde abgedeckt. In den meisten Fällen kommt man mit der Regel:”1-2 x den Samendurchmesser = Dicke der Abdeckung mit Substrat”, sehr gut zurecht. Man unterscheidet jedoch das Saatgut in Lichtkeimer und Dunkelkeimer. Lichtkeimer benötigen Licht für die Keimung und werden deswegen nur leicht angedrückt, aber nicht mit Erde abgedeckt.
Bei gekauftem Saatgut sollten Sie sich einfach an die Angaben auf der Packung halten. Ansonsten ist es wichtig, sich genauer zu informieren, denn manche Samen benötigen noch eine zusätzliche Behandlung, um sie überhaupt keimfähig zu machen.
Dies kann das Anrauhen der harten Samenschale sein wie auch das Reinigen vom umgebenden Fruchtfleisch als auch eine temporäre Kälteeinwirkung bei +2-8°C, der sogenannten Stratifizierung des Saatguts.
Gießen Sie die fertige Aussaat anschließend vorsichtig und mit weichem Strahl an. Die Samen benötigen für die Keimung ein ständig feuchtes Milieu, mögen aber natürlich keine Staunässe, die Fäulnis und Schimmel begünstigt.
Am besten decken Sie die Aussaat während der Keimung ab mit durchsichtiger Folie oder der transparenten Abdeckhaube des Minigewächshauses. Die Feuchtigkeit in Boden und Luft wird erhalten und man muss nur wenig nachgießen.
Denken Sie auf jeden Fall daran, die Töpfchen mit Etiketten zu versehen. Selbst mit viel Erfahrung ist es sehr schwierig, die Keimlinge der entsprechenden Pflanzenart zuzuordnen.
Hat Ihre Aussaat einen warmen und hellen Standort, dann werden Sie schon nach wenigen Tagen, die ersten grünen Triebe erkennen können.
Wenn die Keimlinge ihre Keimblätter ausgebildet haben, können sie vereinzelt werden. Man nennt diesen Vorgang auch Pikieren. Dieses ist auf jeden Fall ratsam, wenn sich die Blätter der einzelnen Keimlinge berühren. Zu dem Zeitpunkt kann man davon ausgehen, dass die einzelnen Pflänzchen mehr Platz benötigen, um sich gesund und kräftig entwickeln zu können.
Nur die kräftigsten Exemplare werden weitergezogen. Man setzt sie in normale Pflanzenerde und knipst vor dem Einpflanzen ein kleines Stückchen der Hauptwurzel mit dem Fingernagel ab, damit diese viele Verzweigungen bildet. Die Keimlinge sollten so tief gesetzt werden, dass die Keimblätter leicht auf der Oberfläche aufliegen. Zum Schluss wieder gut angießen und noch für ein paar Tage hegen und pflegen bevor langsam mit dem Abhärten der Pflanzen begonnen werden kann.
Sämtliche Utensilien, die man für die Vorkultur von Pflanzen im Gewächshaus, Mini-Gewächshaus oder auch auf der Fensterbank benötigt, haben wir für Sie in der Kategorie: Pflanzen-Anzucht & Vermehrung im plamundo-Gartenshop zusammengestellt.
Ausführlichere Informationen zum Thema Pflanzenzucht im Allgemeinen, bietet die Webseite:Pflanzen-Anzucht.de beziehungsweise die Seite:Stadt-Gemuese.de, wenn es speziell um die Vorkultur von Obst, Gemüse und Kräutern geht.
